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Florian Berndt

Florian Berndt

12 Tage vor Florians Geburt war es ernst, zumindest für seine Mutter, denn bereits pränatal ließ er sich erstmal Zeit. Kaum zur Welt gekommen jedoch war klar, dass wenn er einmal da ist liegt ihm ein ganzes Völk zu Füßen. Völk heißen nämlich die Bewohner des Ortes Völksen an dem die norddeutsche Tiefebene beginnt. Nicht gerade tief stieg Florian in seine musikalische Laufbahn ein: in Deutschland brachte er es über die Alt-Blockflöte zur Posaune und mit ebendieser ins Völksener Volksmusik“gut“. Diesem entschwand er mit den beiden Zeugnissen: Abi und Führerschein dann schnell.

In vollem Gallopp umging er den Bund und kam ins ernste Zentrum: Bamberg. In dortiger Hochschule schloss er bald seinen Bachelor in Deutsch, Spanisch und Musik ab. Als er bei der Aufnahmeprüfung zum Musikstudium in Essen vor lauter Vorzeichen die Tonart nicht erkannte, hatte sein ernstes Stündlein geschlagen. Diesem entfloh er – die norddeutsche Tiefebene im Hinterkopf behaltend – Richtung Anden wo er beim Besteigungsversuch des Chachani (6075m) auf den falschen Esel setzte und dann letztendlich ganz die Zügel der Musik in die Hände nahm. Nach Völksen und Bamberg kam für ihn nur Volksmusik in Frage: in Chile studierte er 1,5 Jahre lateinamerikanische Folklore (Charango, Gitarre und Quena). Auf dem hohen Ross der lateinamerikanischen Musik reitet er seitdem und gibt sich im Nebenjob: Masterstudium der Literatur und Medien mit Schwerpunkt: Imitation menschlicher Wahrnehmung die letzten universitären Sporen.

Die menschliche Wahrnehmung hinsichtlich ihres Hörvermögens erweitert er schnellschießend aus dem Sattel der Band Los Pistoleros und Schokobär & Bigmamas . Selbstverständlich konditioniert er seit Ende 2016 den Ernst von Leben klassisch mit seiner Trompete – so dass dieses schönste aller theatralen Pferde vollends nach seiner Flöte tanze.